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Acrylamid
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Pommes frites, Kartoffelchips, Brotkruste, Kekse, Frühstückscerealien, Kaffee
Mögliche gesundheitliche Folgen: wahrscheinlich krebserregend (IARC 2A) · schädigt Nerven- und Fortpflanzungssystem · erhöhtes Risiko für Kinder
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Pommes frites, Kartoffelchips, Brotkruste, Kekse, Frühstückscerealien, Kaffee
Mögliche gesundheitliche Folgen: wahrscheinlich krebserregend (IARC 2A) · schädigt Nerven- und Fortpflanzungssystem · erhöhtes Risiko für Kinder
Acrylamid entsteht beim starken Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel ab etwa 120 °C – beim Frittieren, Backen und Rösten. Die Faustregel: Je dunkler die Kruste, desto mehr Acrylamid. Im Körper wird es zu Glycidamid umgewandelt, das sich an das Erbgut anlagern kann. Im Tierversuch ist die krebserregende Wirkung eindeutig belegt, beim Menschen gilt sie als wahrscheinlich; klar nachgewiesen sind Schäden an Nerven und Fruchtbarkeit.
Kurz gemerkt
- Krebsrisiko für alle Altersgruppen – kein sicherer Schwellenwert
- Schädigt Nervensystem und Fruchtbarkeit
- Faustregel: hell garen statt dunkel braten
Dein Hebel
„Vergolden statt Verkohlen" – heller garen, niedrigere Frittiertemperaturen, abwechslungsreich essen.
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Furan und Alkylfurane
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Babynahrung im Glas (Karotte, Kürbis), Konserven, Fertiggerichte, Röstkaffee, Kakao, Nüsse
Mögliche gesundheitliche Folgen: möglicherweise krebserregend (IARC 2B) · Leberschäden im Tierversuch · Säuglinge am stärksten betroffen
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Babynahrung im Glas (Karotte, Kürbis), Konserven, Fertiggerichte, Röstkaffee, Kakao, Nüsse
Mögliche gesundheitliche Folgen: möglicherweise krebserregend (IARC 2B) · Leberschäden im Tierversuch · Säuglinge am stärksten betroffen
Furan ist leicht flüchtig und entsteht beim Erhitzen ab ca. 120 °C aus Zuckern, Aminosäuren, Vitamin C und Fetten. In offenen Töpfen verdampft es weitgehend – gefährlich wird es in geschlossenen Behältern, wo es „gefangen" bleibt. Deshalb sind Konserven, Gläser, Dosen und vor allem Babynahrung im Gläschen betroffen, ebenso Röstkaffee, Kakao und Nüsse. Hohe Dosen führten im Tierversuch zu Leberschäden und Lebertumoren; Säuglinge gelten als die am stärksten gefährdete Gruppe.
Kurz gemerkt
- Babynahrung im Glas (Karotte, Kürbis) besonders belastet
- Säuglinge sind die am stärksten exponierte Gruppe
- Tipp: Gläschen offen erwärmen und umrühren
Dein Hebel
Babygläschen offen im Wasserbad erwärmen und gut umrühren – so kann ein Teil des Furans ausgasen.
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Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: gegrilltes und stark gebratenes Fleisch, geräucherter Fisch, getrocknete Gewürze und Tees, pflanzliche Öle
Mögliche gesundheitliche Folgen: Benzo[a]pyren sicher krebserregend (IARC 1) · schädigt direkt das Erbgut · entsteht beim Grillen und Räuchern
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: gegrilltes und stark gebratenes Fleisch, geräucherter Fisch, getrocknete Gewürze und Tees, pflanzliche Öle
Mögliche gesundheitliche Folgen: Benzo[a]pyren sicher krebserregend (IARC 1) · schädigt direkt das Erbgut · entsteht beim Grillen und Räuchern
PAK entstehen bei unvollständiger Verbrennung – in der Küche vor allem, wenn beim Grillen Fett in die Glut tropft und der aufsteigende Rauch sich auf das Grillgut legt, außerdem beim Räuchern und scharfen Braten. Die Leitsubstanz Benzo[a]pyren ist eindeutig krebserregend und schädigt direkt die DNA. Betroffen sind gegrilltes und stark gebratenes Fleisch (besonders verkohlte Stellen), geräucherte Fleisch- und Fischwaren, getrocknete Gewürze und pflanzliche Öle.
Kurz gemerkt
- Benzo[a]pyren: erwiesenes Karzinogen, schädigt die DNA
- Hauptquelle: Grillen über offener Glut und Räuchern
- Tipp: nicht verkohlen, indirekt grillen, schwarze Stellen entfernen
Dein Hebel
Fett-Tropfen in die Glut vermeiden, Marinade abtupfen, verkohlte Stellen wegschneiden, möglichst indirekt grillen.
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Heterocyclische aromatische Amine (HAA)
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: scharf gebratenes und gegrilltes Fleisch, Hähnchen, Hackfleisch, gegrillter Fisch
Mögliche gesundheitliche Folgen: möglicherweise krebserregend (IARC 2B) · mit Darm- und Prostatakrebs assoziiert · entstehen in gebratenem Fleisch
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: scharf gebratenes und gegrilltes Fleisch, Hähnchen, Hackfleisch, gegrillter Fisch
Mögliche gesundheitliche Folgen: möglicherweise krebserregend (IARC 2B) · mit Darm- und Prostatakrebs assoziiert · entstehen in gebratenem Fleisch
HAA bilden sich beim starken Erhitzen eiweißreicher Lebensmittel – Fleisch und Fisch – ab etwa 130 °C, also beim scharfen Braten, Grillen und Frittieren. Je heißer, länger und dunkler gegart wird, desto mehr entstehen. Sie schädigen das Erbgut und werden in Studien mit einem erhöhten Risiko für Darm- und Prostatakrebs in Verbindung gebracht. Besonders betroffen sind stark gebräuntes oder verkohltes Steak, Hähnchen, Hackfleisch und gegrillter Fisch.
Kurz gemerkt
- Genotoxisch – Verbindung zu Darm- und Prostatakrebs
- Quelle: scharf gebratenes/gegrilltes Fleisch und Fisch
- Tipp: mittlere Hitze, marinieren, nicht verkohlen
Dein Hebel
Bei mittlerer Hitze garen, nicht verkohlen, vorheriges Marinieren kann die Bildung senken, dunkle Krusten meiden.
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Nitrosamine
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: gepökelte Wurst (Salami), Speck, Kassler, geräucherter Fisch, teils Käse, Bier
Mögliche gesundheitliche Folgen: teils sicher krebserregend (IARC 1/2A) · erbgutschädigend · EFSA: Aufnahme in allen Altersgruppen zu hoch
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: gepökelte Wurst (Salami), Speck, Kassler, geräucherter Fisch, teils Käse, Bier
Mögliche gesundheitliche Folgen: teils sicher krebserregend (IARC 1/2A) · erbgutschädigend · EFSA: Aufnahme in allen Altersgruppen zu hoch
Nitrosamine entstehen, wenn Nitrit (z. B. aus Nitritpökelsalz, E 250) mit natürlichen Eiweißbausteinen reagiert – verstärkt durch Hitze ab ca. 150 °C. Deshalb sind gepökelte und geräucherte Fleisch- und Wurstwaren (Salami, Bacon, Kassler), geräucherter Fisch, teils Käse und Bier betroffen. Sie zählen zu den stärksten bekannten Karzinogenen und können Krebs in Leber, Niere, Lunge und Blase fördern; die EFSA stuft die Aufnahme über alle Altersgruppen als zu hoch ein. Besonders wichtig: Gepökeltes Fleisch gehört nicht auf den Grill oder scharf in die Pfanne.
Kurz gemerkt
- Starke Karzinogene – EFSA sieht Gesundheitsgefährdung
- Quelle: gepökeltes/geräuchertes Fleisch, v. a. stark erhitzt
- Wichtig: Gepökeltes niemals grillen oder scharf anbraten
Dein Hebel
Gepökeltes nicht stark erhitzen, Verzehr von verarbeitetem Fleisch insgesamt reduzieren.
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Industrielle Trans-Fettsäuren
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: frittierte Produkte, Back- und Süßwaren, Knabberartikel, Fertiggerichte mit gehärteten Fetten
Mögliche gesundheitliche Folgen: erhöhen Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich · WHO: bis zu 500.000 Todesfälle pro Jahr weltweit
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: frittierte Produkte, Back- und Süßwaren, Knabberartikel, Fertiggerichte mit gehärteten Fetten
Mögliche gesundheitliche Folgen: erhöhen Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich · WHO: bis zu 500.000 Todesfälle pro Jahr weltweit
Industrielle Trans-Fette entstehen beim teilweisen Härten („Hydrieren") flüssiger Pflanzenöle und beim starken, wiederholten Erhitzen von Fetten, etwa beim Frittieren ab 150 °C. Sie verschlechtern die Blutfette gleich doppelt: Das „schlechte" LDL-Cholesterin steigt, das „gute" HDL sinkt. Die Folge ist ein deutlich erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Seit April 2021 begrenzt die EU industrielle Trans-Fette auf max. 2 g pro 100 g Fett – das hat die Belastung stark gesenkt, aber nicht beseitigt.
Kurz gemerkt
- Klar herzschädigend: LDL hoch, HDL runter
- WHO: weltweit bis zu 500.000 Todesfälle jährlich
- Tipp: „gehärtete Fette" auf der Zutatenliste meiden
Dein Hebel
„Gehärtete" bzw. „teilweise gehärtete Fette" auf der Zutatenliste meiden, frittierte Fertigware reduzieren.
7
Benzol
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Erfrischungs- und Fruchtsaftgetränke (Benzoat + Vitamin C), erhitzter Karottensaft und -brei, geräucherte Fleischwaren
Mögliche gesundheitliche Folgen: sicher krebserregend (IARC 1) · kann Leukämie auslösen · keine unbedenkliche Menge
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Erfrischungs- und Fruchtsaftgetränke (Benzoat + Vitamin C), erhitzter Karottensaft und -brei, geräucherte Fleischwaren
Mögliche gesundheitliche Folgen: sicher krebserregend (IARC 1) · kann Leukämie auslösen · keine unbedenkliche Menge
Benzol ist einer der wenigen Stoffe, die eindeutig als krebserregend für den Menschen gelten und vor allem Leukämie (Blutkrebs) auslösen können. In Lebensmitteln entsteht es vor allem, wenn der Konservierungsstoff Benzoesäure und Vitamin C (Ascorbinsäure) zusammentreffen – begünstigt durch Wärme, Licht und lange Lagerung. Betroffen sind vor allem Erfrischungs- und Fruchtsaftgetränke mit dieser Kombination, dazu erhitzte Karottensäfte und -breie sowie geräucherte und gepökelte Fleischwaren. Weil es keinen sicheren Schwellenwert gibt, sollte jede Aufnahme minimiert werden; Kinder und Ungeborene sind besonders empfindlich.
Kurz gemerkt
- Erwiesenes Karzinogen – Leukämie-Risiko
- Entsteht aus Benzoesäure + Vitamin C, v. a. in Getränken
- Keine sichere Menge: Exposition konsequent meiden
Dein Hebel
Getränke kühl und dunkel lagern, auf die Kombination Benzoat + Ascorbinsäure im Etikett achten.
8
Glycidol und Glycidyl-Fettsäureester
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: raffiniertes Palmöl und andere raffinierte Öle, Margarine, Back- und Frittierwaren, Nuss-Nougat-Cremes, Säuglingsnahrung
Mögliche gesundheitliche Folgen: wahrscheinlich krebserregend (IARC 2A) · erbgutschädigend · besonders riskant für Säuglinge (Palmöl)
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: raffiniertes Palmöl und andere raffinierte Öle, Margarine, Back- und Frittierwaren, Nuss-Nougat-Cremes, Säuglingsnahrung
Mögliche gesundheitliche Folgen: wahrscheinlich krebserregend (IARC 2A) · erbgutschädigend · besonders riskant für Säuglinge (Palmöl)
Diese Stoffe entstehen, wenn pflanzliche Öle bei der Raffination stark erhitzt werden (über 200 °C) – am stärksten in Palmöl. Im Körper wird daraus Glycidol freigesetzt, das das Erbgut schädigt und als wahrscheinlich krebserregend gilt; einen sicheren Schwellenwert gibt es nicht. Betroffen sind raffinierte Öle und alle damit hergestellten Produkte: Margarine, Back- und Frittierwaren, Nuss-Nougat-Cremes und – besonders kritisch – Säuglingsnahrung, da diese oft raffinierte Pflanzenöle enthält. Für Babys gibt es keine Ausweichmöglichkeit, deshalb gelten hier die strengsten EU-Grenzwerte.
Kurz gemerkt
- Glycidol ist genotoxisch und wahrscheinlich krebserregend
- Hauptquelle: raffiniertes Palmöl (auch in Säuglingsnahrung)
- Tipp: native Öle statt stark raffinierter Industriefette
Dein Hebel
Kaltgepresste bzw. native Öle bevorzugen, stark palmölhaltige Industrieprodukte reduzieren.
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3-MCPD- und 2-MCPD-Ester
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: raffiniertes Palmöl und Palmfett, Margarine, Pommes, Chips, Backwaren, Säuglingsanfangsnahrung
Mögliche gesundheitliche Folgen: möglicherweise krebserregend (IARC 2B) · schädigt Nieren und Fruchtbarkeit · Risiko für Vielverzehrer und Kinder
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: raffiniertes Palmöl und Palmfett, Margarine, Pommes, Chips, Backwaren, Säuglingsanfangsnahrung
Mögliche gesundheitliche Folgen: möglicherweise krebserregend (IARC 2B) · schädigt Nieren und Fruchtbarkeit · Risiko für Vielverzehrer und Kinder
Eng verwandt mit den Glycidyl-Estern und ebenfalls ein Produkt der Öl-Raffination bei hohen Temperaturen – vor allem in Palmöl und Palmfett. Im Körper entsteht freies 3-MCPD, das in Tierstudien die Nieren schädigt, die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt und mit Tumoren in Verbindung gebracht wird. Man findet die Ester in raffinierten Ölen und damit hergestellten Lebensmitteln: Margarine, Pommes frites, Chips, Backwaren und Säuglingsanfangsnahrung. Die EU hat die Grenzwerte – besonders für Babynahrung – zuletzt deutlich gesenkt. Gefährdet sind vor allem Vielverzehrer sowie Säuglinge und Kleinkinder.
Kurz gemerkt
- Nierenschädigend und reproduktionstoxisch (Tierstudien)
- Quelle: raffiniertes Palmöl und frittierte Industrieware
- Säuglinge und Vielverzehrer besonders gefährdet
Dein Hebel
Weniger stark raffinierte und frittierte Industrieware, mehr frisch zubereitete Mahlzeiten.
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Dioxine und PCB
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte, Wild und Innereien (fetthaltige tierische Lebensmittel)
Mögliche gesundheitliche Folgen: sicher krebserregend (IARC 1) · stören Hormone und Immunsystem · reichern sich im Körper an
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte, Wild und Innereien (fetthaltige tierische Lebensmittel)
Mögliche gesundheitliche Folgen: sicher krebserregend (IARC 1) · stören Hormone und Immunsystem · reichern sich im Körper an
Dioxine und PCB sind langlebige Umweltgifte, die als Nebenprodukte von Verbrennungs- und Industrieprozessen entstehen und über die Nahrungskette in tierische Fette gelangen. Über 90 % der Aufnahme erfolgt über das Essen – vor allem über fetthaltige tierische Produkte wie Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte sowie über Wild und Innereien. Sie sind hochgiftig, reichern sich im Körper an und können Krebs auslösen, das Hormon- und Immunsystem stören und die Entwicklung von Ungeborenen und Säuglingen beeinträchtigen. Die EFSA warnt, dass die tolerierbare Aufnahme in allen Altersgruppen überschritten wird.
Kurz gemerkt
- Hochgiftig, krebserregend und hormonell wirksam
- Über 90 % der Aufnahme über fetthaltige tierische Lebensmittel
- Reichern sich im Körper an – besonders kritisch für Schwangere
Dein Hebel
Fettarme Zubereitung, Innereien und stark belastete Wildprodukte nur in Maßen, Lebensmittel aus kontrollierter Herkunft.
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5-Hydroxymethylfurfural (HMF) · Sonderfall
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Honig, Marmeladen, Trockenfrüchte, Karamell, Säfte, stark geröstete Backwaren
Mögliche gesundheitliche Folgen: Indikator für starke Erhitzung · Risiko für den Menschen derzeit als gering eingeschätzt
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: Honig, Marmeladen, Trockenfrüchte, Karamell, Säfte, stark geröstete Backwaren
Mögliche gesundheitliche Folgen: Indikator für starke Erhitzung · Risiko für den Menschen derzeit als gering eingeschätzt
HMF entsteht beim Erhitzen und bei langer Lagerung zuckerreicher Lebensmittel – etwa in Honig, Marmeladen, Trockenfrüchten, Karamell, Säften und stark gerösteten Backwaren. Anders als die übrigen Stoffe auf dieser Liste gilt HMF für den Menschen derzeit als toxikologisch eher unbedenklich; es dient vor allem als Marker dafür, wie stark ein Lebensmittel thermisch belastet wurde. Sehr hohe Mengen werden im Tierversuch kritischer gesehen.
Kurz gemerkt
- Vor allem Hinweisgeber für starke Hitzebelastung
- Gesundheitsrisiko für Menschen aktuell als gering bewertet
- Tipp: Honig nicht über 40 °C erhitzen
Dein Hebel
Honig nicht stark erhitzen, zuckerreiche Produkte kühl und nicht zu lange lagern.
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AGEs – Glykierungsendprodukte · Sonderfall
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Mögliche kontaminierte Lebensmittel: stark gebräuntes Fleisch, Käse-Überbackenes, frittierte und gebackene Industrieprodukte
Mögliche gesundheitliche Folgen: fördern Entzündungen, Gefäßalterung und Diabetes-Folgen · entstehen beim starken Bräunen
Mögliche kontaminierte Lebensmittel: stark gebräuntes Fleisch, Käse-Überbackenes, frittierte und gebackene Industrieprodukte
Mögliche gesundheitliche Folgen: fördern Entzündungen, Gefäßalterung und Diabetes-Folgen · entstehen beim starken Bräunen
AGEs (Advanced Glycation Endproducts) entstehen bei derselben Bräunungsreaktion wie Acrylamid – wenn sich Zucker unter Hitze mit Eiweißen oder Fetten verbindet. Je trockener, heißer und brauner gegart wird (Grillen, Braten, Frittieren, Überbacken), desto mehr bilden sich. Besonders hoch sind sie in stark gebräuntem Fleisch, Käseüberbackenem sowie frittierten und gebackenen Industrieprodukten. Anders als die übrigen Stoffe bildet der Körper AGEs auch selbst – vor allem bei dauerhaft hohem Blutzucker. Über die Nahrung aufgenommene AGEs werden mit chronischen Entzündungen, Gefäßverkalkung, Diabetes-Folgeschäden und vorzeitiger Zellalterung in Verbindung gebracht; wie groß ihr Anteil im Vergleich zu den körpereigenen ist, wird wissenschaftlich noch diskutiert.
Kurz gemerkt
- Entstehen beim starken Bräunen – und auch im Körper selbst
- Verbindung zu Entzündung, Gefäßalterung und Diabetes-Folgen
- Tipp: dämpfen und kochen statt scharf braten
Dein Hebel
Schonend garen – kochen, dünsten, dämpfen statt scharf braten; eine saure Marinade (Zitrone, Essig) senkt die Bildung spürbar.
